Schulung in Taiwan – 20. Tag

Heute hatten wir ein straffes Tagesprogramm. Wir starteten mit einer Präsentation über embedded boards. Ende Dezember wird das erste Sample für das neue Mini-ITX Board, nex 609 fertig sein. Ausgestattet mit einem Ivy Bridge Intel Mobile Chipset QM77 eignet es sich für den Einsatz im gaming-, Überwachungs- oder im Kioskbereich. Des Weiteren verfügt es über PCIe, USB 3.0, 6x COM und Dual Power von 12/24 DC in. Weitere Mini-ITX, PICMG 1.3 und 3.5″ Boards mit Intel Haswell, AMD R-Serie und Ivy Bridge stehen demnächst für Performance, Surveillance und Multimedia zur Verfügung. Damit wir darauf nicht solange warten müssen, gibt es unteranderem in Q4 ein 3.5″ Board mit einem Intel Atom D2550 Prozessor für den Multimedia Einsatz oder eine PICMG 1.3 mit Ivy Bridge Chipset Q77 für den Performance Bereich.

Nach der Präsentation wurde uns eine Software vorgestellt, die für alle neuen Produkte zur Verfügung steht, mit z.B. One-key-recovery Funktion.
Nach unserem Sushi lunch und dem erfolgreichen Bau des „Sushi 101“ (Nachbau des Taipeh 101 aus Sushi Tellern) haben wir über die Panel PCs gesprochen. Die APPC-Serie gibt es bald in einer 19″ Variante. Des Weiteren endet die neue Serie bald auf xx30/31. Der Unterschied zum Vorgängermodel ist, dass die neuen Modelle ein neues Design haben, sowie LED Indicator, CFast und Memory bis zu 4GB haben. Die xx31 Serien haben zusätzlich 2 weitere COM Ports, GPIO und DIO. Und ich durfte wieder einen Panel aufschrauben 🙂
Die Monitore sind bald in einer Zollbreite von 12 – 19″ erhältlich, in der Open Frame Variante bis zu 21.5″.
Der Industrial Panel PC ist das neue Highlight. Derzeit ist ein 19″ mit Sandy Bridge Prozessor in der Entwicklung. Geplant ist eine Zollbreite von 12-17″ auch für Monitore. Die Front des Panels ist mit Aluminium Gehäuse ausgestattet und nach IP66 geschützt.

Die letzte Präsentation war über den Digital Signage Bereich. Deutschland fällt hierbei unter den Top 10 auf Platz 4 für den Verkauf von den Modellen. Im ersten Quartal 2013 stehen 4 neue NDiS mit AMD, Intel Haswell und Valley View in Planung.

Nach der Schulungkonnten wir einen schönen Sonnenuntergang beobachten.
Nach dem Arbeitstag besuchten wir den Nightmarket am Longshan Tempel und haben Essen und Getränke ausprobiert. (Kolligin: Sarah)

Heute war für mich der erste Tag der Schulung bei einem Hersteller für LED-Großleinwände. Pünktlich um 8:30 holte uns der Fahrer im Hotel ab und brachte uns zum Werksgelände, wo wir gleich mit einem „Mr. Manfred & Mr. Alexander, so nice to have you here!“ LED Laufband über dem Eingang empfangen wurden. Dieses Banner sollten wir übrigens noch öfter sehen an diesem Tag, denn es lief als Laufschrift auf allen Wänden, die gerade getestet wurden.
Zunächst einmal wurden wir noch durch die Fabrik geführt und uns wurden insbesondere das Lager, die Testaufbauten und die Produktion gezeigt. Und ich muss sagen, wir waren sehr beeindruckt, besonders, was die Testprozeduren und die Qualitätssicherung anging. Nun gut, eine große Wand kann schnell mal mehrere Mio Dollar kosten, von daher kann man sich keine Schnitzer leisten. Hier trifft das Vorurteil vom billigen Chinaramsch also mit Sicherheit nicht zu. Die gesamte Produktion wirkte überhaupt sehr strukturiert und aufgeräumt. Es wurde auch nicht hastig, sondern sehr sorgfältig gearbeitet. Alle Mitarbeiter trugen weiße Kittel und Kopfhauben und wir als Besucher mussten Gummisocken über die Schuhe stülpen, um statische Aufladungen zu vermeiden. Auf dem Hof war man gerade dabei, an einer der Hauswände eine riesige Outdoor-Videowall zu errichten, die bald an den Kunden geliefert werden soll. Abschließend zu all den Testläufen während der Produktion, werden die Kundenprojekte vor Versand noch einmal komplett aufgebaut, das Setup, wie vom Kunden gewünscht, durchgeführt, und die ganze Anlage noch einmal 48 Stunden im Dauerbetrieb getestet. Wenn dann alles klar ist wird sie wieder zerlegt und die Module und Steuereinheiten inklusive der Setup-Files zum Kunden gesandt, der sie dann nur noch wieder aufbauen muss, was so einfach ist, wie mit Legos zu basteln.
In der Firma sind rund 500 Mitarbeiter angestellt.
In der Zwischenzeit war ein Zulieferer der Firma eingetroffen, der Video-Controller zum Einsatz mit den Wänden anbietet. Diese sind notwendig, wenn z.B. bei einem Live-Event mehrere Eingänge verwaltet werden müssen, z.B. unterschiedliche Kameras, Videoeinspielungen oder Standbilder. So etwas hat sicher schon einmal jeder in Fußballstadien oder bei Live-Shows im Hintergrund gesehen. Im Prinzip kann man sich das wie ein einfaches Regiepult vorstellen. Uns wurde ein Überblick über die lieferbaren Geräte gegeben und das ganze einmal vorgeführt. Gute Qualität mit sinnvollen Features und einfach und sicher zu bedienen. Toll!
Nach dem Mittagessen wurde uns dann ein System vorgestellt, das sich gerade in der Entwicklung befindet. Hier sollen sich die Leinwände selber über 3G neuen Content von einem FTP-Server ziehen können. Das ist immer dort interessant, wo es zwar Strom aber keine Kommunikationsleitungen gibt.
Danach sind wir einen Konferenzraum gegangen und haben mit der theoretischen Schulung weitergemacht, die Alex ja bereits gestern begonnen hatte.
Dann folgte das Abendessen und wir wurden zurück ins Hotel gebracht Ein sehr beeindruckender Tag in einer beeindruckenden Firma mit beeindruckenden Produkten. Falls ich mal im Lotto gewinne hole ich mir so ’ne Wand für’s Wohnzimmer. Just for fun! 😉 (Kollege: Manni)

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